Meine neuen Gedanken zum Stadtpark

- für jeden verwendbar-

 

Die Grundstücke Rathaus mit Parkplatz + Neuer Stadtpark auf der wupperabgewandten Seite der Neukirchener Straße + das Grundstück Kaufpark + Parkplatz + Tankstelle in Leichlingen sind unstreitig finanziell am höchsten zu bewerten. Gleichzeitig sind sie wegen ihrer Mittellage auch von höchster ökologischer Bedeutung. Ein weniger an Natur als jetzt stellt eine ernsthafte Bedrohung der Gesundheit der Leichlinger Bevölkerung da. Das trifft umso mehr zu, als das Stadtgebiet durch das hohe Verkehrsaufkommen auf der Straße und auch den regen Verkehr in der Luft (!!!), der immens ist, höchst belastet ist. Ein weniger an ökologischer Regeneration, verstärkt noch durch die Folgen eines riesigen Geschäftszentrums, ist nicht mehr tragbar.

 

Das Gesamtgrundstück gehört meines Wissens auf der Rathausseite komplett der Stadt, also den Bürgern. Das gleiche gilt wohl für einen Streifen an der Wupper, den man vielleicht mit dem Wupperbegleitweg an dieser Stelle gleichsetzen kann.

 

Eine Veräußerung auch nur eines Teiles der städtischen Grundstücke an einen Privaten, würde einen außerordentlichen Eingriff in die Souveränität der Stadt Leichlingen an dieser so wichtigen Stelle, die ja nicht mehr und nicht weniger als die Stadtmitte darstellt, bedeuten. Außerdem wären die Veränderungen im Vermögen der Stadt gravierend. Die Schäden für die Stadt lägen also im gesundheitlichen, im vermögensrechtlichen und im Souveränitätsbereich der Stadt.

Sollte in dieser Hinsicht eine Entscheidung im immerhin nur temporär so zusammengesetztem Stadtrat zu treffen sein, so ist zu prüfen, ob diese Entscheidung überhaupt getroffen werden darf und wenn ja, mit welcher Mehrheit. Auf jeden Fall werden in diesem Fall die Gerichte eingeschaltet werden müssen. M.E. bis hin zur Verfassungsklage.

 

Ich möchte aber noch kurz auf Duisburg hinweisen. Dort sind ungeheuerliche Dinge passiert. Da sind erst einmal die Gesamtkosten für das Landesarchiv von 52 Millionen auf 190 Millionen gestiegen. Dann gab es den wirklich unglaublichen Vorgang, dass das Grundstück von der Stadt für 3,75 Millionen an den Projektentwickler verkauft wurde. Der wiederum verkaufte die Immobilie für 21,6 Millionen an den Bau- und Liegenschaftsbetrieb. Ein ungeheurer Schaden für die Stadt. Da sind 38.000 als Spenden ja nur Peanuts, aber immerhin geflossen.

Ein Schelm, der böses dabei denkt.

 

Zurück nach Leichlingen: Nichts, aber auch gar nichts ist hier in dieser Hinsicht bekannt. Und ich behaupte und vermute auch nichts. Nur eines sollten alle Beteiligten wissen: Wenn in dieser höchst sensiblen Angelegenheit auch nur ein einziger Euro an Irgendeinen oder Partei zur so genannten „Landschaftspflege“ fließt, so ist das auf der einen Seite Vorteilsnahme und auf der anderen Seite Korruption! Dafür gäbe es in Wuppertal eine spezialisierte Staatsanwaltschaft.

Aber natürlich traue ich das keinem zu.

 

Wie immer für sich und in keinem Auftrag schreibend

Dr. Gerd Heidrich