» Leserbrief 13.06.2011
Leserbrief zu den Berichten über die Ratssitzung am 9.6.2011

Schade, dass der Stadtrat am Donnerstag das – aus unserer persönlichen Sicht – falsche Signal gegeben hat, sowohl im Stadtpark als auch am Wupperufer Bebauung zuzulassen und die Planung weiter fortzusetzen. Die Frage nach den dabei entstehenden Kosten wurde von Bürgermeister Müller ausweichend bis gar nicht beantwortet. Auch die Mahnung von Grünen-Ratsherr Müller-Breuer, die über 4000 Stimmen von Leichlinger Bürgerinnen und Bürgern, die sich gegen die Bebauung ausgesprochen hatten, nicht zu vergessen, wurde nicht wahrgenommen.

Warum verschließt man sich möglichen Alternativen, wie sie z.B. die Bürgerinitiative "Rettet den Stadtpark" von renommierten Architekten hat aufstellen lassen? Warum sucht man nicht endlich einen Investor, der diese oder ähnliche Pläne realisieren kann und hält in Nibelungentreue an dem einzigen Investor fest, den die Stadtverwaltung vorgeschlagen hat?

Bürgermeister Müller in seiner "zielführenden" Handlungsweise sieht die Verantwortung künftigen Generationen gegenüber im Durchsetzen seines Projekts: der Zerstörung des Stadtparks.

Dass es auch anders geht, zeigt ein Beispiel aus unserer Partnerstadt Marly-le-Roi. Dort wurde vor etlichen Jahren ein Park im Herzen von Marly von der Stadt gekauft, um die Bebauung durch einen Investor zu verhindern. Während unserer letzten Reise nach Marly teilten uns etliche Bewohner von Marly, die Leichlingen zum Teil seit vielen Jahren kennen, ihr Unverständnis über die Pläne der Stadt Leichlingen mit.

Wir hoffen sehr, dass sich – eventuell durch die Klärung der Vertragsangelegenheit von 1964 oder durch bessere Einsicht bei den Verantwortlichen – eine Lösung finden lässt, mit der die Bebauung des Stadtparks verhindert wird und die trotzdem zu einer Weiterentwicklung des Stadtkerns zulässt.

Ellen und Eberhard Lange
.:  Rettet den Stadtpark Leichlingen  :.